Die Pferdeeisenbahn-Animation wurde für das Nordico Stadtmuseum Linz produziert und aus dem von ihm zur Verfügung gestellten Bildmaterial entworfen. Besucher der Ausstellung können durch die Animation in die Geschichte der Pferdeeisenbahn eintauchen. Mithilfe der Artivive-App wird dem Triggerbild "Kaiser Franz I. mit Gemahlin bei der Eröffnung der Pferdeeisenbahn in St. Magdalena" von Anton Bayer mittels Augmented Reality Leben eingehaucht. Erstellt habe ich das Collagevideo zunächst durch Manipulation eines Videos eines Pferdes mithilfe von After Effects, wodurch es die Proportionen des Ausgangsbildes erlangte. Zusätzlich wurden das Geschirr und die Zügel animiert. In Photoshop habe ich anschließend die Bildelemente der Kutsche ausgeschnitten und in After Effects animiert. Eine Kamerafahrt simuliert die Ebenentiefen der ausgeschnittenen Hintergrundelemente.
Hintergrund
Das wichtigste Handelsgut auf der Nord-Südstrecke war seit den Anfängen der Stadt Linz das Salz aus dem Salzkammergut. Aus diesem Grund entstand die Pferdeeisenbahn. Die erbaute Bahn sollte eigentlich ursprünglich ein schiffbarer Kanal für den Salztransport von Budweis nach Mauthausen werden, doch waren 290 benötigte Schleusen für die insgesamt 500 Meter Höhenunterschied einfach zu viel. So änderten sich die Pläne und eine „Eisenstrecke“ wurde geplant. Vorerst nur für Güter, doch bald wurde die Strecke Linz- Budweis durch Ausflügler dem Personenverkehr zuteil.
Bei der feierlichen Inbetriebnahme der Pferdeeisenbahn in Linz (1832) war diese technisch gesehen bereits veraltet, da zu diesem Zeitpunkt in England und Frankreich schon Dampfzüge verkehrten. Hierzulande wurden die Wagen aber noch länger auf der Strecke Linz-Budweis-Gmunden mit Pferden mobilisiert. Die Strecke Budweis-Linz wurde 4 Jahre nach ihrer Eröffnung mit dem Teilstück Linz-Gmunden erweitert. 20 Jahre später wurde dieses neuere Teilstück auf Dampfbetrieb umgestellt, während die nördliche Teilstrecke Budweis-Linz bis 1872 mit Pferden befahren wurde.
Ein Gebäude am Südbahnhofmarkt erinnert in Linz noch an die Pferdeeisenbahn, wie auch heute Teile der noch bestehenden Trasse bei Sankt Magdalena als Wanderweg genutzt werden.